Medieninformation

Verabschiedung aus der Armee - Einladung an die Redaktionen

Vom Dienstag, 18. bis Freitag, 28. September 2018, werden Hunderte von Armeeangehörigen des Kantons Zürich aus der Militärdienstpflicht verabschiedet. Medienvertreter sind zur Berichterstattung freundlich eingeladen.

Die Abrüstung und die feierliche Verabschiedung der 3401 Unteroffiziere, Gefreiten und Soldaten  findet während 8 Tagen, gestaffelt nach Wohnbezirk, zentral in der Kaserne Reppischtal in Birmensdorf statt. 

Redner an den diesjährigen Entlassungsfeiern

DatumBezirkeAnsprache
18.09.2018Stadt Zürich (A-KStadtrat Michael Baumer
19.09.2018Hinwil / PfäffikonStatthalter Hans Rudolf Kocher
20.09.2018 WinterthurRegierungsrat Mario Fehr
21.09.2018 Andelfingen / UsterStatthalter Marcel Tanner
25.09.2018 Dietikon / HorgenRegierungsrat Ernst Stocker
26.09.2018 Stadt Zürich (L-Z)Stadträtin Karin Rykart
27.09.2018 Affoltern / BülachRegierungsrat Mario Fehr
28.09.2018 Dielsdorf / MeilenRegierungsrat Mario Fehr

Anmeldung für Medienschaffende

Sie haben die Möglichkeit an 3 verschiedenen Programmen teilzunehmen: *




   

FAQ

Wer wird zur diesjährigen Wehrmännerentlassung aufgeboten?

Aufgeboten wurden 3401 Unteroffiziere, Gefreite und Soldaten aus 166 Gemeinden des Kantons Zürich. Es handelt sich um 18 weibliche und 3383 männliche Armeeangehörige.


Gegenüber den Vorjahren hat sich die Zahl der zu verabschiedenden Armeeangehörigen in diesem Jahr um rund einen Drittel erhöht. Dies ist auf das neue Dienstleistungssystem und die Bestandesreduktion, welche mit der Weiterentwicklung der Armee per 1. Januar 2018 umgesetzt wurde, zurückzuführen. Von den Aufgebotenen haben 962 ihren Militärdienst als Durchdiener absolviert und somit insgesamt 300 Diensttage am Stück geleistet. Im An-schluss bleiben sie für weitere vier Jahre eingeteilt, leisteten aber keine Dienstage mehr. In diesen Tagen werden sie aus der Armee entlassen, bleiben aber für weitere drei Jahre meldepflichtig.


Die restlichen Armeeangehörigen leisteten ihren Dienst im WK-Modell. Nach absolvierter Rekrutenschule blieben sie neun Jahre ihrem Verband eingeteilt. Im Regelfall absolvierten sie sechs Wiederholungskurse à 3 Wochen. Im 10. Jahr erfolgt nun die Entlassung aus der Militärdienstpflicht. In einer Übergangsphase bis Ende 2022 findet die Entlassung für einen Teil der Armeeangehörigen erst im 12. Jahr statt. Grund dafür ist die personelle Bestan-dessicherung der Armee.

Wann und wie werden die Offiziere und höheren Unteroffiziere entlassen?

Per Ende Jahr werden im Kanton Zürich rund 170 Offiziere und höhere Unteroffiziere aus der Dienstpflicht entlassen. Sie werden durch die Logistikbasis der Armee (LBA) im 1. Quartal 2019 zur Materialabgabe aufgefordert. Die Entlassungsfeier findet am 17. Janu-ar 2019 im Schützenhaus Albisgütli statt. Gastgeber ist der Sicherheitsdirektor. Organisiert wird die Feier durch die Militärverwaltung des Kantons Zürich.

Wann und wo findet die Wehrmännerentlassung statt?

Die Wehrmännerentlassung findet vom 18. – 28. September statt. Wie schon in den Vor-jahren, dient der kantonseigene Waffenplatz Zürich-Reppischtal in 8309 Birmensdorf als Durchführungsort.

Wer organisiert die Wehrmännerentlassung?

Die Militärverwaltung des Kantons Zürich ist für die Organisation und die administrative Abwicklung der Entlassung aus der Militärdienstpflicht verantwortlich.

Welchen Personalaufwand verursacht die Wehrmännerentlassung?

Neben Mitarbeiterinnen- und Mitarbeitern der Militärverwaltung und des Armeelogistikcenters Hinwil stehen 84 Armeeangehörige des Betriebsdetachementes des Kantons Zürich im Einsatz. Sie werden in den Bereichen Verkehrsregelung und Materiallogistik eingesetzt und leisten, im Rahmen ihres ordentlichen Wiederholungskurses, insgesamt rund 740 Diensttage.

Welche Kosten verursacht die Wehrmännerentlassung?

Das Budget beträgt gesamthaft Fr. 126 000. Die Kosten pro Armeeangehöriger belaufen sich damit auf rund Fr. 37.

Handelt es sich bei der Wehrmännerentlassung um einen militärischen Anlass, welcher besoldet und über die Erwerbsausfallentschädigung vergütet wird?

Nein. Gemäss Art. 12 der Verordnung über die Verwaltung der Armee wird für die Teilnahme an der Entlassungsinspektion kein Sold und kein Erwerbsersatz ausgerichtet. Die Entlassungsinspektion ist ein Amtstermin und gemäss Art. 324a des Obligationenrechts muss dem Arbeitnehmer für die Erfüllung einer gesetzlichen Pflicht die Zeit gewährt und Lohn entrichtet werden.  

Besteht die Möglichkeit, sich von der Wehrmännerentlassung dispensieren zu lassen?

Wer aus zwingenden Gründen nicht an der Wehrmännerentlassung teilnehmen kann hat die Möglichkeit, eine Dispensierung zu beantragen. Das Gesuch wird online eingereicht. 2017 haben sich rund 6% der aufgebotenen Armeeangehörigen dispensieren lassen. In der Regel ist ein Ausweichdatum innerhalb der zweiwöchigen Wehrmännerentlassung zu finden. Ansonsten bleibt bis Ende Jahr Zeit, die Ausrüstung bei einem Armeelogistikcenter oder dem kantonalen Zeughaus abzugeben.

Wie gross ist die NoShow-Quote?

In den Vorjahren sind jeweils rund 3% der aufgebotenen AdA der Wehrmännerentlassung unentschuldigt ferngeblieben.

Welche Konsequenzen erwartet die AdA, welche unentschuldigt der Wehrmännerentlassung fernbleiben?

Sie müssen mit einer Disziplinarstrafverfügung und einer Busse rechnen.

Welche Möglichkeiten stehen zur Anreise zur Verfügung?

Die Militärverwaltung unterstützt die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr, indem Sie einen Shuttle-Bus-Service ab Bahnhof Birmensdorf zur Kaserne betreibt. Fahrer der „Gesellschaft der Militär-Motorfahrer des Kantons Zürich“ sorgen für einen sicheren Transfer. Die Nutzung des ÖVs  ist mit dem Marschbefehl kostenlos. Rund 70% der AdA bevorzugen, aufgrund des Umfangs und Gewichts des abzugebenden Materials, private Verkehrsmittel zur Anreise.

Wie ist der Ablauf der Wehrmännerentlassung strukturiert?

08:15 Uhr  Einrücken 1/4
09:00 Uhr  Einrücken 2/4
09:45 Uhr  Einrücken 3/4
10:30 Uhr  Einrücken 4/4

11:15 Uhr  Eintreffen der Ehrengäste (Vertreter aus Politik, Armee und Verwaltung). Anschliessend Begrüssung durch den Kreiskommandanten, Oberst Daniel Bosshard

12:00 Uhr   Melden des Detachementes in der Mehrzweckhalle. Ansprache und Verabschiedung der AdA durch den Regierungsrat oder Vertreter der Zürcher Regierung. Die Feier wird musikalisch umrahmt.

12:30 Uhr   Abmelden beim Regierungsvertreter, anschliessend gemeinsamer Apéro und Stehimbiss mit AdA und Ehrengäste

ca. 13:30 Uhr  Abschluss der Entlassungsinspektion

Aus organisatorischen Gründen findet die Entlassungsfeier vom 26. September am Nachmittag statt. Dies ermöglicht Stadträtin Karin Rykart sich persönlich an die Armeeangehörigen der Stadt Zürich zu wenden. Am Vormittag nimmt sie an der Stadtratssitzung teil.

Welche Ausrüstungsgegenstände müssen abgegeben werden?

Je nach militärischem Dienstgrad und Fachausrüstung variiert der Umfang des rückgabepflichtigen Materials. Im Regelfall umfasst es den Tarnanzug, die Aus-gangsuniform, die Waffe inkl. Zubehör, den Helm, die Schutzmaske sowie die Grundtrageeinheit. Das Gewicht der eingezogenen Ausrüstung kann bis zu 41kg betragen. Diese Gegenstände haben einen Wert von ca. Fr. 2640 (exkl. Waffe). Der Gesamtwert der zurückgenommenen Ausrüstungsgegenstände beläuft sich somit auf nahezu 10 Millionen Fr. Deren Gesamtgewicht beträgt über 70 Tonnen.

Was passiert, wenn ein AdA Teile seiner Ausrüstung aufgrund eines Verlustes nicht abgeben kann?

Der AdA hat den Materialverlust vor Ort in Bar zu begleichen. Im WME Infobooklet, welches im Vorfeld den AdA zugestellt wird, sind die Preise sämtlicher Artikel deklariert.

Wie hoch ist der Anteil derjenigen AdA, welche die Waffe behalten möchten?

Bei der letztjährigen Wehrmännerentlassung wurden 2 064 Waffen abgegeben. 174 Waffen gingen in das persönliche Eigentum der AdA. Dabei handelte es sich um 7 Pistolen und 167 Sturmgewehre. Dies entspricht einem Anteil von rund 8.4%. Dies entspricht den Vorjahreszahlen (2016: 8%).

Welche Auflagen müssen erfüllt sein, um eine Waffe in das persönliche Eigentum übernehmen zu können?

Interessierte Armeeangehörige müssen folgende Voraussetzungen erfüllen


1) Während mindestens 7 Jahren in der Armee eingeteilt gewesen.
2) Das Obligatorische Programm sowie das Feldschiessen in den drei Jahren vor der Wehrmännerentlassung je zweimal erfolgreich absolviert haben.
3) Es ist ein Waffenerwerbsschein vorzulegen. Dieser kann gegen Vorlage eines Strafregisterauszugs sowie einer Ausweiskopie bei der Wohngemeinde beantragt werden.


Durchdiener, die aufgrund des am 1. Januar 2018 geltenden Militärrechts in diesem Jahr ein bis drei Jahre früher entlassen werden und dadurch die Bedingungen nicht erfüllen, können einen Antrag für einen Eigentumsanspruch stellen, wenn Sie mindestens vier Schiessbedingungen absolviert haben.


Für die Änderung, Kennzeichnung und die Datenerfassung wird eine Entschädigung verlangt. Im Fall der Pistole beträgt diese Fr. 30. Beim Sturmgewehr betragen die Kosten Fr. 100.

In welchem Tenue treten die Armeeangehörigen die Heimreise an.

Die Armeeangehörigen treten die Heimreise in ziviler Kleidung an.

Der Armeeangehörige erhält vor der Heimreise ein Präsent. Was beinhaltet dieses?

Im Namen der Zürcher Regierung wird der Ehrentrunk (Zücher Blauburgunder) übergeben. Im Namen des Chefs der Armee (Korpskommandant Philippe Rebord) überreicht die Militärverwaltung zudem eine Packung Original-Militärbiscuits sowie einen Riegel Militärschokolade.

Anlässlich der Wehrmännerentlassung 2013 wurde eine Umfrage bei den AdA durchgeführt. Was waren die wichtigsten Erkenntnisse?

Es wurden 217 AdA befragt. Insbesondere die speditive Logistik und die gute Infrastruktur des Standortes wurden positiv erwähnt. Rund  95% der befragten AdA bewerteten die Organisation sowie das Gesamterlebnis als gut bis sehr gut.

Ebenfalls kam zum Ausdruck, dass die Wertschätzung durch den Kanton für 72% der AdA als wichtig bis sehr wichtig eingestuft wird.

Warum ist das grosse Kantonswappen hinter der Bühne spiegelverkehrt aufgehängt?

Beim Aufhängen von Fahnen am Seil oder an einer Wand ist darauf zu achten, dass die heraldische Höflichkeitsregel befolgt wird. Gemäss Fahnenreglement müssen Kantonsfahnen, wenn sie vom Betrachter aus gesehen links der Schweizerfahne platziert sind, zugekehrt, d.h. seitenverkehrt, aufgehängt werden.

Welcher Ansprechpartner steht für weitere Fragen zur Verfügung?

Bei Fragen steht Ihnen der Presseverantwortliche, Peter Hotz, gerne unter der Telefon-Nummer 043 259 71 05 oder via E-Mail peter.hotz@amz.zh.ch zur Verfügung.

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