Schiesspflicht

Schiesspflichtig sind

  • Subalternoffiziere, Unteroffiziere und Angehörige der Mannschaft die mit dem Sturmgewehr ausgerüstet sind, erfüllen im Jahr nach Absolvierung der Rekrutenschule bis zum Ende des Jahres vor der Entlassung aus der Militärdienstpflicht, längstens jedoch bis zum Ende des Jahres, in dem sie das 34. Altersjahr vollenden, jährlich eine obligatorische Schiessübung.
  • Subalternoffiziere (Lt/ Oblt) der mit dem Sturmgewehr ausgerüsteten Truppengattungen und Dienstzweig bis zum Ende des Jahres in dem Sie das 34. Altersjahr vollenden. Sie können zwischen dem Obligatorischen Programm 300 Meter (Stgw) oder 25 Meter (Pistole) wählen. Bestehen sie die Schiesspflicht auf die Distanz 25 m nicht, so müssen sie das obligatorische Programm 300 m schiessen. 

Erfüllung der Schiesspflicht (Obligatorisches Programm):

  • Die anerkannten Schiessvereine führen zwischen Anfang April und Ende August obligatorische Schiessübungen durch (siehe Schiessdaten im Internet www.amz.zh.ch);
  • Die Schiesspflicht gilt als erfüllt, wenn der Schiesspflichtige die vorgeschriebene Anzahl Patronen, mit seiner persönlichen Waffe gezielt verschossen hat;
  • Als Mindestleistung werden 42 Punkte auf 300 Meter und 120 Punkte auf 25 Meter verlangt, wobei nicht mehr als drei Nullen geschossen werden dürfen. Schiesspflichtige, die diese Mindestleistungen nicht erbracht haben, können das obligatorische Programm höchstens zweimal im gleichen Schiessverein wiederholen (Kaufmunition).

Aufgebot Nachschiesskurs 2018

Schiesspflichtige, inkl. Subalternoffiziere, welche das Oligatorische Programm nicht vorschriftsgemäss in einem anerkannten Schiessverein geschossen haben, müssen den Nachschiesskurs auf Distanz 300 Meter absolvieren. Für Subalternoffiziere die nicht mit dem Stgw 90 ausgerüstet sind, steht eine Waffe vor Ort zur Verfügung.

Der Nachsschiesskurs findet statt am:

Samstag, 3. November 2018, in der Schiessanlage Ohrbühl in Winterthur.

Öffentliche Verkehrsmittel: ab Bhf Winterthur Bus Nr. 5 bis Haltestelle "Ohrbühl". 

Schiesszeiten:
08.15 - 11.30 Uhr und 13.30 - 16.00 Uhr

Teilnehmer, die nach Schalterschluss um 11.15 Uhr eintreffen, werden auf den Nachmittag verwiesen; Teilnehmer, die nach 15.30 Uhr eintreffen, werden abgewiesen.

Ausgenommen von der Schiesspflicht sind:

  • Armeeangehörige, welche 2018 aus der Militärdienstpflicht entlassen werden;
  • Rekruten, die im laufenden Jahr ihre Rekrutenschule bestehen oder beenden;
  • Subalternoffiziere des Psychologisch-Pädagogischen Dienstes der Armee (PPD);
  • Subalternoffiziere der Militärjustiz;
  • Angehörige der Armee, die nicht als am Sturmgewehr ausgebildet gelten;
  • das militärische Personal des Armeeaufklärungsdetachement 10;
  • Subalternoffiziere in der Funktion Arzt (Az und Vet Az);
  • das militärische Personal der militärischen Sicherheit;
  • Angehörige der Fallschirmaufklärer Kompanie 17.

Ablauf obligatorisches Programm

  • Im Obligatorischen Programm werden in drei Übungen 20 Schüsse auf die Distanz von 300 m (Sub Of wahlweise 25 m) geschossen. Als Mindestleistung werden 42 Punkte (Pistole 120 Punkte) und nicht mehr als drei Nuller verlangt.
  • Schiesspflichtige, welche die Mindestleistung des obligatorischen Programms nicht erfüllen, oder die Übung nicht vorschriftsgemäss geschossen haben, können das ganze obligatorische Programm mit Kaufmunition am gleichen oder an einem anderen Schiesstag höchstens 2 Mal wiederholen. Die Wiederholungen müssen, ausgenommen bei Wohnortwechsel, im gleichen Verein geschossen werden.
  • Im Militärdienst geschossene Übungen gelten nicht als Erfüllung der ausserdienstlichen Schiesspflicht.

Von der Schiesspflicht sind namentlich dispensiert

  • Schiesspflichtige, die im betreffenden Jahr mindestens 45 Tage besoldeten Militärdienst leisten; 
  • Schiesspflichtige, die im betreffenden Jahr mindestens 45 Tage Ausbildung oder Einsatz für die Friedensförderung, die Stärkung der Menschenrechte oder die humanitäre Hilfe leisten;
  • Schiesspflichtige, die vor dem 1. August einen Auslandurlaub erhalten haben sowie Militärdienstpflichtige, die aus dem Auslandurlaub zurückkehren und erst nach dem 31. Juli wieder mit der persönlichen Waffe ausgerüstet werden;
  • Schiesspflichtige, deren persönliche Waffe nach Artikel 7 der Verordnung vom 05.12.2003 über die persönliche Ausrüstung der Armeeangehörigen vorsorglich abgenommen wurde und die diese erst nach dem 31. Juli zurückerhalten;
  • Militärdienstpflichtige, die wieder in der Armee eingeteilt werden und erst nach dem 31. Juli wieder mit der persönlichen Waffe ausgerüstet worden sind;
  • die von einer medizinischen Untersuchungskommission (UC) Dispensierten, sofern die Dispensation nach dem 31. Juli abläuft;
  • die von der Militärbehörde des Wohnortkantons wegen Freiheitsentzug oder Krankheit Dispensierten, sofern die Dispensation nach dem 31. Juli abläuft;
  • Schiesspflichtige, die wegen Dienstverweigerung in Strafuntersuchung oder im Strafvollzug stehen;
  • Schiesspflichtige, die ein Gesuch um waffenlosen Militärdienst eingereicht haben, bis über das Gesuch rechtskräftig entschieden ist;
  • Schiesspflichtige, die ein Gesuch um Zulassung zum Zivildienst eingereicht haben, bis über das Gesuch rechtskräftig entschieden ist.

Dispensationen

Wer die Schiesspflicht aus zwingenden Gründen (Bsp. Krankheit, Unfall oder Auslandabwesenheit) nicht erfüllen kann, reicht ein Dispensationsgesuch ein > weiter zum Dispensationsgesuch

  • Das schriftliche Gesuch um Dispensation von der Schiesspflicht, inkl. Bestätigung der geltend gemachten Gründe, beim Kreiskommando des Wohnortskantons einreichen. Das Gesuch wird geprüft und der Gesuchsteller schriftlich benachrichtigt.
  • Das Gesuch sollte so früh wie möglich eingereicht werden, in der Regel jedoch spätestens 14 Tage vor dem Nachschiesskurs.